{"id":491,"date":"2025-01-05T07:23:45","date_gmt":"2025-01-05T06:23:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dissidentinnen-dresden.de\/?p=491"},"modified":"2025-01-05T07:23:45","modified_gmt":"2025-01-05T06:23:45","slug":"anfrage-fuss-und-radverkehr-sowie-strassenbahnen-zwischen-albertplatz-und-schlesischem-platz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissidentinnen-dresden.de\/?p=491","title":{"rendered":"Anfrage: Fu\u00df- und Radverkehr sowie Stra\u00dfenbahnen zwischen Albertplatz und Schlesischem Platz"},"content":{"rendered":"<p><em>Zwischen Albertplatz und Schlesischem Platz bestehen Gemeinsame Fu\u00df- und Radwege mit Radwegebenutzungspfiicht, auf der Nordseite in stadtausw\u00e4rtiger Richtung mit nur etwa 2,70 m Breite. Aufgrund der starken Belegung mit Fu\u00dfg\u00e4ngerinnen und Radfahrerinnen bestehen hier in einer belebten Gesch\u00e4ftszone erhebliche Gefahren vor allem f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger. Auch die Bedingungen f\u00fcr Radfahrer sind sehr schlecht. Nach den \u201eEmpfehlungen f\u00fcr Radverkehrs anlagen ERA 2010&#8243; ist ein Gemeinsamer Fu\u00df- und Radweg an dieser Stelle unzul\u00e4ssig. Die Stadt plant nach dem Radverkehrskonzept dort Radfahrstreifen auf der Fahrbahn einzurichten. Ich frage den Oberb\u00fcrgermeister:<\/em><\/p>\n<p><strong>1. Wie viele Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger, jeweils in beiden Richtungen, nutzen die Gemeinsamen Geh- und Radwege insgesamt am Tag sowie in der Spitzenstunde?&#8220;<br \/>\n<\/strong>Insgesamt wurden bei der letzten Radverkehrsz\u00e4hlung am 25. April 2023 in Richtung Schlesischer Platz 1.757 Radfahrende und in der Gegenrichtung Albertplatz 1.329 Radfahrende in 10 Stunden (von 7 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 19 Uhr) gez\u00e4hlt. In der Vormittagsspitzenstunde von 7:30 Uhr bis 12:00 Uhr wurden 210 Radfahrende in Richtung Schlesischer Platz und 183 Radfahrende in Richtung Albertplatz, in der Nachmittagsspitzenstunde von 16:45 Uhr bis 17:45 Uhr wurden 258 Radfahrende in Richtung Schlesischer Platz und 184 Radfahrende in Richtung Albertplatz gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Es liegen keine Zahlen zum Fu\u00dfverkehr vor.<\/p>\n<p><strong>2. \u201eWie viele Unf\u00e4lle fanden seit 2018 auf den Gemeinsamen Geh- und Radwegen unter Beteiligung von Fu\u00dfg\u00e4ngern und Radfahrern mit jeweils welchen K\u00f6rpersch\u00e4den statt?&#8220;<\/strong><br \/>\nZu den allgemeinen Unfallzahlen werden bei der Landeshauptstadt Dresden keine Statistiken gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Auf der Antonstra\u00dfe wurde im Abschnitt zwischen Albertplatz und Schlesischem Platz der Knotenpunkt Antonstra\u00dfe\/Schlesischer Platz von der Polizei als Unfallh\u00e4ufungsstelle gemeldet. Unf\u00e4lle zwischen Radfahrenden und zu Fu\u00df Gehenden wurden an dieser Unfallh\u00e4ufungsstelle nicht registriert.<\/p>\n<p><strong>3. \u201eKraftfahrzeuge halten regelm\u00e4\u00dfig rechtswidrig auf der stadteinw\u00e4rtigen Fahrspur auf <\/strong><strong>H\u00f6he des Turnerwegs an und biegen dann rechtswidrig nach links in die Turnerstra\u00dfe ein, um die Tiefgarage des Simmel-Einkaufsmarktes zu erreichen. Dadurch entstehen Gefahren f\u00fcr Stra\u00dfenbahnen, den PKW-Verkehr in stadtausw\u00e4rtiger Richtung sowie die Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrerinnen. Welche Ma\u00dfnahmen will die Stadt ergreifen, um dieses verkehrsbehindernde gef\u00e4hrliche und rechtswidrige Verhalten zu unterbinden?&#8220;<\/strong><br \/>\nEtwaige Ma\u00dfnahmen betreffen die Gleisanlagen und bed\u00fcrfen daher der Abstimmung mit der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB).<\/p>\n<p><strong>4. \u201eWann plant die Stadt die Einrichtung von Radfahrstreifen auf der Antonstra\u00dfe entsprechend des Radverkehrskonzepts?&#8220;<\/strong><br \/>\nF\u00fcr einen grundhaften Umbau der Antonstra\u00dfe gibt es aktuell kein st\u00e4dtisches Projekt mit Umsetzungshorizont. Sobald die finanziellen und personellen Ressourcen der Landeshauptstadt Dresden einen solchen grundhaften Ausbau zulassen, werden die hierf\u00fcr notwendigen Planungsleistungen in Angriff genommen. Die (bestandsnahe) Einordnung von Radfahrstreifen in die Antonstra\u00dfe als Ersatz f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige, auf der Planfeststellung von 2005 basierende, gemeinsame F\u00fchrung von Rad- und Fu\u00dfverkehr ist aus verkehrstechnischer Sicht ausgeschlossen und kommt somit als zeitnah umzusetzende rein verkehrsorganisatorische Ma\u00dfnahme nicht in Betracht.<\/p>\n<p><strong>5. \u201eWarum hebt die Stadt nicht als ersten Schritt die Radwegebenutzungspflicht auf?&#8220;<\/strong><br \/>\nAuf Grund der starken Verkehrsbelastung der Antonstra\u00dfe ist das Fahren des Radverkehrs im Mischverkehr auf der Fahrbahn nicht m\u00f6glich. Die Anordnung von Schutzstreifen oder Radfahrstreifen auf der Fahrbahn erfordert tiefgreifende Eingriffe in die Signalisierung der Lichtzeichenanlage am Albertplatz, die mit erheblichen Einbu\u00dfen der Leistungsf\u00e4higkeit und der Qualit\u00e4t f\u00fcr alle Verkehrsteilnehmer verbunden sind.<\/p>\n<p><strong>6. \u201eWie hoch ist die Anzahl der Fahrg\u00e4ste in den Linien 3,6 und 11 auf diesem Streckenabschnitt am Tag?&#8220;<\/strong><br \/>\nDie Linien 3,6 und 11 haben auf diesem Streckenabschnitt eine Nachfrage von 29.000 Fahrg\u00e4sten pro Werktag.<\/p>\n<p><strong>7. \u201eIn den Spitzenstunden werden die Stra\u00dfenbahnen 3,6 und 11 vor allem in stadtausw\u00e4rtiger Richtung behindert, weil Autos auf den Gleisen stehen. Welche Verlustzeiten entstehen der DVB in den Spitzenstunden mit welchen betriebswirtschaftlichen Auswirkungen? Wie sind die LOS-Werte?&#8220;<\/strong><br \/>\nIm Zeitraum vom 25. November bis zum 29. November 2024 fand eine Auswertung statt. Ausgewertet wurde die Fahrzeit ab Abfahrt an der Haltesteile Albertplatz bis zur Ankunft am Bahnhof Neustadt. Die erhobenen Werte sind gepr\u00e4gt von den derzeitigen Verkehrsverh\u00e4ltnissen mit dem begonnenen Adventsverkehr und der vollst\u00e4ndigen Freihaltung des Gleisbereichs auf der Marienbr\u00fccke seit dem 27. November 2024.<\/p>\n<p>Beim R\u00fcckstau des motorisierten Individualverkehrs (MIV) stehen regelm\u00e4\u00dfig Fahrzeuge aufgrund der fehlenden Fahrstreifenmarkierung im Lichtraum der Stra\u00dfenbahn. Die Folge sind Behinderungen, hohe Fahrzeitstreuungen und die in der Tabelle sichtbaren niedrigen Reisegeschwindigkeiten. Die Anlage eines Radfahrstreifens w\u00fcrde nachfolgend zu einer weiteren Verschlechterung f\u00fchren, da dann alle Fahrzeuge auf dem Gleisbereich stehen w\u00fcrden. Die Verlustzeiten an dieser Stelle und auch an anderen Stellen im Stadtgebiet stellen die DVB vor gro\u00dfe Herausforderungen. Ein p\u00fcnktlicher und zuverl\u00e4ssiger Nahverkehr ist unter den unten dargestellten Verkehrsqualit\u00e4ten nicht mehr realisierbar. Bei dauerhaftem Einpegeln dieser Zust\u00e4nde m\u00fcsste die DVB \u00fcber zus\u00e4tzlichen Fahrzeugeinsatz auf den betroffenen Linien nachdenken, da die Wendezeiten aktuell nicht immer ausreichen, um die entstandenen Versp\u00e4tungen auszugleichen.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 25%\">Zeitraum<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">Mittlere Fahrzeit in Minuten<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">Mittlere Geschwin-digkeit in km\/h<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">LOS-Stufe<br \/>\n(Level of Service)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 25%\">Hauptverkehrszeit fr\u00fch<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">3,1<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">10,0<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">F<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 25%\">Tagesverkehr<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">1,7<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">18,0<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">C<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 25%\">Hautverkehrszeit am Nachmittag<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">3,1<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">10,2<\/td>\n<td style=\"width: 25%\">F<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>8. \u201eDie Aufstauung der Stra\u00dfenbahnen In stadtausw\u00e4rtiger Richtung werden offenbar durch die \u00dcberlastung des Knotens Antonstra\u00dfe \/ Hainstra\u00dfe \/ Hansastra\u00dfe verursacht. Welche Ma\u00dfnahmen will die Stadt unternehmen, um eine behinderungsfreie Ausfahrt der Stra\u00dfenbahnen aus dem Knoten zu gew\u00e4hrleisten?&#8220;<\/strong><br \/>\nDurch die tempor\u00e4re Verl\u00e4ngerung der Abmarkierung des Gleisbereiches auf der Marienbr\u00fccke wird der Verkehrsablauf f\u00fcr die Stra\u00dfenbahn sp\u00fcrbar verbessert. Am Knotenpunkt Schlesischer Platz steht f\u00fcr in Fahrtrichtung Marienbr\u00fccke fahrende Stra\u00dfenbahnen ein besonderer Bahnk\u00f6rper zur Verf\u00fcgung. Damit ist eine Behinderung von Stra\u00dfenbahnen w\u00e4hrend der Abfahrt praktisch ausgeschlossen. Seit dem Teileinsturz der Carolabr\u00fccke kommt es jedoch auch au\u00dferhalb der Verkehrsspitzenzeiten zu R\u00fcckstau von der Marienbr\u00fccke bis zur Antonstra\u00dfe, der durch die verl\u00e4ngerte Abmarkierung des Gleisbereiches auf der Marienbr\u00fccke verst\u00e4rkt wird. Das kann zu Behinderungen des Stra\u00dfenbahnverkehrs in der Zufahrt f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen Albertplatz und Schlesischem Platz bestehen Gemeinsame Fu\u00df- und Radwege mit Radwegebenutzungspfiicht, auf der Nordseite in stadtausw\u00e4rtiger Richtung mit nur etwa 2,70 m Breite. 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